Warten auf weniger Wind

Das Wetter ist zwar schön mit viel Sonne und Temperaturen um die 20, aber der Wind ist zu stark und böig. Ich floh wegen zu hoher Wellen nach Gronhogen an der Südspitze der Insel Oland in Schweden.

Der Wind für die nächsten Tage lügt nicht, Ost 5-6 mit Böen auf 8. Das wird auch für die kommende Woche so bleiben. Aber ich möchte nicht in diesem Hafen bleiben, deshalb möchte ich morgen früh zu den Inseln bei Kralskrona an der Südostspitze der schwedischen Ostküste überlaufen und dort vor Anker gehen.

Samstag 15-8-2015 Gronhogen – Karlskrona Anker 34Nm
Verlassen um 0430, weil Wind und Wellen dann noch zumutbar sind. Es ist noch dunkel, als ich den Hafen verlasse, aber in der Ferne beginnt es zu dämmern. Sobald ich unterwegs bin, folge ich wieder dem Plan, so weit nach Süden zu steuern, bis ich den Wind und die Wellen wieder hinter mir habe, wenn ich auf die andere Seite einbiege. Nach einer halben Stunde nimmt der Wind auf Ost 5-6 zu, allmählich werden die Wellen schärfer und die Dünung höher. Bald schätze ich 2,5 mtr.
Auf halbem Weg ist alles wieder vorbei, alles, was lose ist, beginnt wieder zu schweben. Es gibt einige dieser Schwimmer, bei denen ich manchmal denke, dass jetzt sowieso etwas kaputt geht, … aber bald vergessen. Was für eine Menge dieses Boot haben könnte. Kurz vor dem Landeanflug muss die Genua noch auf die andere Seite, also krieche ich über das Deck und warte auf die Kursänderung des Automaten, dann segele ich herum, trimme und komme bald wieder hinein, wo Simba nicht mit dem Kaffee wartet, sondern in ihrem Korb schläft, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.

Das Schlimmste ist vorbei
Einmal zwischen den Inseln, nimmt die Gewalt von hinten langsam ab, jetzt müssen wir im Graben bleiben, weil er nicht breit ist und überall Untiefen lauern.
Nach einer Weile rolle ich in die Genua und segele in Richtung meines geplanten Ankerplatzes. Schöner Fleck auf der Westseite der Insel, Anker um 10.00 Uhr in 3 Meter tiefem Wasser werfen, leider Erdnussbutter, Anker hält nicht, gräbt sich nicht ein, Boot fährt rückwärts. Wenn ich den Anker lüfte, kann ich ihn nicht einmal mehr sehen, einen großen Klumpen Seegras mit Schlamm und Wurzeln. Ich versuche dies 6 Mal an verschiedenen Orten, aber ohne Widerrede. Das wird hier nicht funktionieren, der ganze Boden ist mit Seegras bewachsen. Etwas frustriert und müde nehme ich den x-ten Klumpen mit dem Pick-Haken vom Anker und schaue weiter zwischen die Inseln, ich folge den angegebenen Routen auf der Karte, entlang Untiefen von 60cm unter meinem Kiel, schaue wieder auf die Karte und sehe eine Brücke zwischen den Inseln eingezeichnet, eine feste noch, 5,20 mtr hoch,…. Grrrr! Wieder diese ganze flache Strecke zurück und folgen Sie einer anderen mit einer Brücke darin, aber diese ist 15 mtr und ich bin 12,5 mtr. Vor mir sehe ich schon die Stadt, eine große Stadt Karlskrona, ich muss nicht daran denken, bis Donnerstag dort zu liegen, also suche ich immer noch und denke, ich sehe einen Ort, gehe dorthin und gehe um 12.45 Uhr vor Anker, ja! Es hält!
Jetzt erst einmal etwas Essen, Kaffee und dann das Chaos auf dem Seeweg beseitigen. Heutzutage gibt es keine offenen Schränke mehr, aber es gibt immer noch genug Gerümpel, das herumfliegen kann.

Sehen Sie sich das Video in menu „High Wave Oland“ an

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Peter Mantel

Aus der Luftfahrt ausgeschieden. Abenteuer mit den Asmara. Ich fahre mit meinem Zweimastkutter von der Nord- zur Ostsee.

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